Das Gebäude

Das Bauwerk zählt zu den markantesten Wahrzeichen von Berlin: Es ist 46 Meter hoch, rot und ein Symbol futuristisch anmutender Architektur der 1970er Jahre. Gebaut wurde der Turm mit aufgesetztem Mehreck (plus Treppenturm) zwischen 1972 und 1976 nach Plänen der Architekten Ralph Schüler und Ursulina Schüler-Witte, die auch das bekannte ICC entwarfen. Seither wird das Gebäude immer wieder von Architekten aus der ganzen Welt studiert.

Der Volksname Bierpinsel entstand als der Schlossturm am 13. Oktober 1976 eröffnet wurde und anlässlich der Feier am Eröffnungstag Freibier ausgeschenkt wurde. In den folgenden Jahrzehnten beherbergte das Gebäude Restaurants und Kneipen, bis der Betrieb zu Gunsten einer aufwendigen Sanierung der Gebäudeinfrastruktur stillgelegt wurde. Google findet unter dem Suchwort „Bierpinsel“ 5370 Einträge und 632 Bilder. Das Wahrzeichen ziert tausende Postkarten, diente als Motiv diverser Musikalben, sogar Stadtführer und Shopping-Guides für die Schloßstrasse werben nach wie vor mit dem Turm.

Um das über die Jahre eingestaubte Image des Schlossturms aufzuwerten wird in 2010 die Fassade in eine Kunstleinwand verwandelt. Das Wahrzeichen soll zum internationalen Kulturobjekt werden indem namenhafte Künstler werden die mittlerweile verblasste Fassade erneut zum strahlen bringen. Die Medienaufmerksamkeit ist bei diesem Event vorprogrammiert. Der neue Mieter könnte von dem erwarteten Besucheransturm bereits profitieren.